Die manualtherapeutische Behandlung

Auf Basis des Untersuchungsbefundes Ihres Arztes und meiner Feststellungen erfolgt die manualtherapeutische Behandlung Ihres Kindes. Diese besteht zunächst in einer vorsichtig dosierten Mobilisation der obersten Halswirbel, wobei die genaue Behandlungstechnik von Fall zu Fall unterschiedlich ist.

Dabei werden wir Sie auch über mögliche Risiken aufklären, die bei jeder therapeutischen Behandlung bestehen. Jedoch sind uns bezüglich der von uns verwendeten Behandlungstechniken noch nie ernsthafte Komplikationen bekannt geworden.

Behandlungsverlauf

Wir empfehlen, die Wirkung der Mobilisation zunächst ohne weitere therapeutischen Einflüsse abzuwarten. Keinesfalls sollte in den ersten 14 Tagen nach unserer manualtherapeutischen Behandlung eine Krankengymnastik durchgeführt werden – diese könnte das zu erwartende gute Ergebnis stören.

Kontrolle der Po-Falten

  • eine Asymmetrie deutet meist auf eine Blockade des ISG hin
  • Fehlposition der Füße, bitte nicht verwechseln mit Hüftdysplasie

Stillprobleme

Stillprobleme sind selten Brust bedingt, Ursache ist meist eine „Blockade“ der Oberkieferfaszien beim Säugling. Zeichen sind:

  • schlechtes „Trinken“
  • nach 15 Minuten „müde“ (nuckelt nur noch)
  • braucht aber immer ca. eine Stunde
  • zieht zuviel Luft mit beim Stillen oder Trinken aus der Flasche
  • wird nicht richtig satt

Eine weiche, kurze Mobilisation hebt diesen Zustand auf.

Erst drei bis vier Wochen nach unserer Behandlung ist es erforderlich, das Behandlungsergebnis im Rahmen einer weiteren Behandlungseinheit zu überprüfen. Hierbei wird festgelegt, welche ergänzenden Maßnahmen notwendig sind. So empfehlen wir bei rund einem Drittel der behandelten Kinder zur Unterstützung eines optimalen Ergebnisses unserer Therapie eine Anschlussbehandlung z. B. mit Krankengymnastik nach Bobath oder Vojta oder mit der Cranio facial-Therapie

Normalisierung abwarten

Wichtiges Anzeichen von Beschwerden, die ihre Ursache in Störungen der Halswirbelsäule haben, ist die Überstreckung des Kopfes, dies ist eine Schonhaltung mit der das Kind ein Vorwärtskrümmen der Wirbelsäule vermeidet. Deshalb sitzen diese Kinder ungern, auch das Krabbeln wird eher vermieden. Vielmehr stehen sie oft schon sehr früh und wollen sich überall hochziehen – meist zur Freude der stolzen Familien, die dann ganz erstaunt sind, wenn wir erklären, dass es für des Kind zuträglicher ist, in Ruhe die Krabbelphase zu durchlaufen. Nach der manualtherapeutischen Behandlung ergibt sich meist die gewünschte Normalisierung.

Schädelformung

Sollte Ihr Arzt, Ihre Hebamme oder ich bei Ihrem Kind eine Schädelasymmetrie oder eine Abflachung des Hinterkopfes feststellen, ist zur weiteren Behandlung die Schädelformung erforderlich. Dabei wenden wir manuelle Techniken an, die unmittelbar auf die Schädelfacien wirken – diese Schädelformung sollte bis zum 9. Lebensmonat begonnen sein. Bei massiven Ausprägungen von Asymmetrien empfehlen wir die Durchführung einer Helmtherapie in einer Fachklinik.

Kontrolluntersuchungen

Bei Erkältungen und anderen Belastungen kann es sein, dass Ihr Kind den Kopf für einige Tage wieder schief hält – kein Grund zur Besorgnis. Erst wenn diese Fehlhaltung sich nach einigen Tagen nicht wieder reguliert, ist eine Kontrolluntersuchung angebracht.

Rufen Sie uns im Zweifelsfalle jederzeit an (Tel. 0651/43 66 39 – 0) oder schreiben Sie uns eine E-Mail!